Fotobuchgestaltung mit Photoshop und Indesign

14. Januar 2014 von Steffi // Kommentar schreiben

Ein Fotobuch ist eine tolle Möglichkeit, Erinnerungen in Bildern festzuhalten. So werden Fotobücher mit Vorliebe verschenkt, beispielsweise als fotografische Zusammenfassung einer Hochzeit oder eines gemeinsamen Urlaubs. Viele Anbieter machen es möglich, Fotobücher über eine kleine Software direkt auf der Shopseite zu gestalten.

Wer sich mit Grafikprogrammen auskennt weiß, dass diese einige zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Bei einigen Fotobuch-Anbietern kann man inzwischen die Fotobücher, nachdem man diese mit professionellen Grafikprogrammen erstellt hat, als PDF hochladen. Sehr empfehlenswert sind dabei Photoshop und Indesign – zwei Programme aus dem Hause Adobe, die heute von vielen Grafikern verwendet werden.

Photoshop
 

Wichtig: stimmiger Aufbau und spannendes Format

Im ersten Schritt sollten Sie sich überlegen, wie der grundsätzliche Aufbau des Buchs sein soll. Möchten Sie es beispielsweise in Kapitel unterteilen oder für jede Doppelseite ein anderes Thema wählen, das durch eine pfiffige Überschrift und einen kurzen Text eingeleitet wird?

Eine gute Idee ist, das komplette Buch vorher zu skizzieren. Dazu benötigen Sie lediglich etwas Papier und einen Bleistift. Verwenden Sie ein Blatt im A3-Format und zeichnen Sie die einzelnen Seiten als kleine Kästchen darauf. Die Titelseite sollten Sie einzeln zeichnen, anschließend jeweils zwei Seiten als Doppelseiten nebeneinander und schließlich die Rückseite. Nun können Sie auf den Seiten notieren, was Sie dort platzieren möchten. Zunächst reichen Notizen wie zum Beispiel Fotos Urlaub 2012 oder Kindergeburtstag Max.
Das Ergebnis ist ein erster Überblick über das, was Sie im Buch platzieren möchten. So können Sie eine gute Struktur ausarbeiten, ohne schon zu Beginn viel Zeit in Seitenlayouts und Ähnliches zu investieren.

Häufig stellt man in dieser Phase fest, welches Format geeignet ist, weil zum Beispiel viele Fotos auf einer Seite untergebracht werden müssen oder weil man sich – ganz im Gegenteil – dazu entschlossen hat, nur jeweils ein Bild pro Seite abzudrucken. Als Faustregel gilt: Je mehr Bilder pro Seite, desto größer das Format. Sind es nur wenige Bilder, kann auch ein kleines Buch sehr schick sein, vielleicht auch in einem quadratischen Format wie 21 x 21 cm.
Anschließend legen sie das Grundlayout fest, indem Sie unter anderem entscheiden, wie breit die Seitenränder und ggf. die Spalten werden sollen.

Das Handwerkszeug: Basisfunktionen in Photoshop und Indesign

Wenn ein Buch oder ein anderes Druckerzeugnis professionell gedruckt werden soll, müssen Auflösung und Farbeinstellungen stimmen. Öffnen Sie alle Bilder in Photoshop und speichern Sie diese mit einer Auflösung von 300 dpi und im CMYK-Modus ab. Anschließend können die Fotos neu in Indesign platziert werden. Beide Einstellungen sind wichtig, damit die Farben später gut aussehen und die Bilder beim Druck nicht verpixelt werden.

Wenn Sie sich für einen Seitenaufbau entschieden haben, sollen Sie diesen in Indesign einstellen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht nur Seitenränder und Spaltenbreiten definieren, sondern auch den Anschnitt. Dieser muss so eingestellt sein, wie es der Fotobuchhersteller verlangt.
Besonders elegant wirkt das Fotobuch, wenn Sie sich bei den Schriftarten auf wenige Formate und Farben festlegen, damit das Ganze einheitlich und übersichtlich wirkt. Bei Indesign können Sie Text- und Absatzformate festlegen, sodass Sie diese immer wieder verwenden können.

Ist Ihr Fotobuch fertig gestaltet, müssen Sie nur noch die Druckdaten erzeugen. Sie benötigen in der Regel ein PDF-Dokument, das Sie über die Funktion Exportieren erhalten. Prüfen Sie dabei unbedingt, ob die Druckmarken und der Anschnitt so eingestellt sind, wie der Fotobuchanbieter es benötigt.

Bei welchen Anbietern geht´s?

Folgende Anbieter machen es möglich, das Fotobuch aus einem PDF-Dokument drucken zu lassen:

Fazit: Auch wenn es etwas Arbeit macht, ein Fotobuch mit professionellen Grafiktools zu gestalten, lohnt es sich. Das Ergebnis ist ein professionelles Buch, das so wirkt, als stamme es aus einem renommierten Buchverlag.


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