Die häufigsten Fehlerquellen bei der Fotobucherstellung

7. Mai 2013 von Steffi // Kommentar schreiben

Fotobücher gelungen zu konzipieren ist nicht schwer, allerdings schleichen sich gerade am Anfang Fehler ein, die es zu vermeiden gilt.

Mangelnde Vorbereitung

Auch wenn die Fotobuchsoftware viele Schritte eigenständig für Sie erledigen kann und wird, sollten Sie Ihre Fotoordner vorher strukturieren. Legen Sie sich einen eigenen Ordner für genau die Bilder an, die Sie für Ihr Fotobuchprojekt benötigen und legen Sie in ihm Kopien ihrer gewünschten Bilder ab. So behalten Sie immer die Übersicht und vergessen kein Bild. Denn gerade wenn ein erwünschtes Bild nicht mehr gefunden wird oder im Buch nicht erscheint, steigen Enttäuschung und Frust, bis unter Umständen sogar die Lust am ganzen Projekt verfliegt. Eine gute Vorbereitung erhält dagegen Ihre Freude am Projekt, auch wenn es ein wenig mehr Arbeit bedeutet.

Nachbearbeitung vergessen

Zur gründlichen Vorbereitung gehört natürlich auch eine gründliche Nachbearbeitung der ausgewählten Bilder. Entfernen Sie unschöne Stellen und schneiden Sie Ihre Bilder im Vorfeld so zu, wie Sie diese im Buch abgebildet haben möchten. Hierbei sollten Sie immer auf eine höchstmögliche Auflösung der neu gespeicherten Bilder achten, damit es hinterher nicht zu Schwierigkeiten mit dem Format kommt. Zwar bieten einige Fotobuchhersteller auch Nachbearbeitung in der Software an, wenn Sie jedoch ein bestimmtes Programm besitzen, mit dem Sie normalerweise arbeiten, geht die Nachbearbeitung wahrscheinlich zügiger und ist damit wesentlich weniger anstrengend.

Konzeptlose Zusammenstellung

Auch die Zusammenstellung der Bilder ist ein wichtiger Faktor, der entscheidend zum Gefallen oder Missfallen des Ergebnisses beiträgt. Denken Sie sich am Anfang ein Thema aus und wählen Sie die Bilder dementsprechend aus. So erhalten Sie ein stimmiges Ergebnis, welches durch Ordnung bestimmt wird. Falls Sie mehrere Themen behandeln möchten – was durchaus möglich ist – versuchen Sie diese in Kapitel aufzuteilen und im Fotobuch durch ein Inhaltsverzeichnis voneinander zu trennen. Bei der Auswahl des Konzeptes ist Ihre Kreativität ausschlaggebend.

Zu viele Bilder

Auch zu viele Bilder auf einer Seite wirken schnell konzeptlos. Der Betrachter kann sich nicht auf ein bestimmtes Bild fokussieren. Bedenken Sie die Grundlagen der Fotografie, auch bei Fotos wirken zu viele Details schnell unruhig und erschaffen kein gutes Gesamtwerk. Wenn Sie unbedingt viele Bilder auf einer Seite unterbringen möchten, dann schaffen Sie vorher dafür ein Konzept, hierzu können Sie sich in anderen Kunstformen umsehen. Schauen Sie sich Patchworkdecken an oder Collagen, diese können Ihnen als Vorlage dienen. Versuchen Sie bei guten Aufnahmen aber lieber den Blick auf die Details zu richten. Dies erreichen Sie, wenn Sie weniger Aufnahmen verwenden und diese in Gruppen anordnen. Haben Sie keine Angst vor nur einem Bild auf einer Seite, die Seitenanzahl kann schließlich erweitert werden.

Zu viel Ähnlichkeit

Halten Sie die Bilder einzigartig. Das heißt, nehmen Sie nicht mehrere Aufnahmen von einer bestimmten Szene, sondern möglichst viele unterschiedliche Bilder. Wenn Sie jeweils das beste Bild aussuchen, werden Ihnen die anderen Aufnahmen nicht fehlen. Sie können allerdings auch Fotostrecken einbauen, dieses Konzept sollten Sie vorher genau überdenken und dazu Bilder auswählen, die in mindestens einem entscheidenden Punkt voneinander abweichen. Zu viele ähnliche Aufnahmen sind kontraproduktiv für den Betrachter, nur durch Abwechslung wird sein Interesse wach gehalten.

Falsche Auflösung für das gewählte Format

Aus der fehlenden Vorbereitung und ungenügender Nachbearbeitung ergibt sich dieser Fehler recht schnell. Die Auflösung ist für das gewählte Format zu klein. Manche Fotobuchsoftware gibt für diesen Fall Warnhinweise aus, auf die Sie sich aber nicht zu hundert Prozent verlassen sollten. Besser ist es, in der Vorschau noch einmal die Zusammenstellung zu überprüfen, und gegebenenfalls das Foto zu ersetzen. Eine Nachbearbeitung des Bildes kann sich ebenfalls positiv auswirken. Versuchen Sie in einem Fotobearbeitungsprogramm das Bild auf ihre gewünschte Größe zu bringen und die DPI-Anzahl zu verändern, oder das Bild im Buch kleiner zu gestalten. Auch ein anderes Format kann sinnvoll sein, wenn Sie großen Wert auf mehrere Bilder mit einer geringen Auflösung legen.

Angst vor der eigenen Kreativität

Zuletzt noch ein wesentlicher Tipp: Haben Sie keine Angst vor Ihrer eigenen Kreativität. Abweichungen von den Vorlagen der Software sind durchaus ein gutes Gestaltungselement, also seien Sie ruhig einmal mutig. Versuchen Sie dabei nur Ihr eigenes Konzept einzuhalten und die Seiten nicht zu überladen. Formatwechsel und das Aufstocken von Seitenzahlen sind möglich. Überhasten Sie Ihre Bearbeitung nicht. Speichern Sie das Buch ruhig kurzzeitig ab oder schlafen Sie eine Nacht über Ihre Konzeption. Vielleicht fallen Ihnen zu einem anderen Zeitpunkt noch mehr Möglichkeiten ein.

Wenn Sie die angesprochenen Fehlerquellen gekonnt umgehen, gelingen Ihnen sicherlich unverwechselbare Fotobücher mit Ihren ganz eigenen Aufnahmen, die Sie gerne hervorholen oder auch verschenken können.

Beitragsbild: © 89studio / freedigitalfotos.net


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