Der neue Trend „Scrapbooking“

9. Oktober 2013 von Steffi // 1 Kommentar

Noch vor einigen Jahren mussten alle Fotos auf einem vollgeknipsten Film entwickelt werden, danach wurden sie meistens fein säuberlich in ein Fotoalbum eingeklebt. Heute ist dies nicht mehr so: Die Fotos werden digital gespeichert und verstauben auf der Festplatte, da man sie auf dem Computer meistens nicht so oft ansieht. Wenn Sie das vermeiden und Ihre Fotos stattdessen in einem individuellen Fotobuch in Szene setzen wollen und Sie dazu noch gerne basteln, sollten Sie Scrapbooking ausprobieren.

Was ist Scrapbooking?

Scrapbooking ist ein Bastelhobby, das in den USA und Kanada entstanden ist. Seit dem Jahrtausendwechsel hat sich dieses Hobby auch in Europa verbreitet. Es geht darum, ein so genanntes Scrapbook zu gestalten. In dieses werden Fotos eingeklebt, die Sie dann nach Belieben mit Zeichnungen, Ornamenten und Ähnlichem verzieren können.
Das Wort „Scrapbooking“ stammt von dem englischen Wort „Scrap“, das so viel wie Schnipsel oder Stückchen bedeutet. Diese Schnipsel können zum Beispiel Eintrittskarten, Flugtickets oder andere Erinnerungsstücke sein, die Ihnen dabei helfen, mit den Fotos zusammen eine Geschichte zu erzählen. Auch durch persönliche Anmerkungen oder kleine Texte können Sie die Geschichte zu den Bildern und die Stimmung im Moment der Aufnahme festhalten.
Wie Sie ihr Scrapbook gestalten, bleibt vollständig Ihnen überlassen. Von der Wahl des Papiers, über die Anzahl der Fotos, bis hin zu Einband und Thema sind Sie an keinerlei Vorlagen gebunden und können Ihrem künstlerischen Talent freien Lauf lassen. Um anzufangen, brauchen Sie keine besonderen Vorkenntnisse. Nur Klebstoff, Schere, Stifte, Papier, Fotos und natürlich ein paar Ideen sind nötig, damit Sie beginnen können.

Vor- und Nachteile gegenüber Fotobüchern

Ein Nachteil von Scrapbooking gegenüber einem normalen Fotobuch ist, dass die Verzierungen und der Klebstoff Chemikalien ausdünsten können, die Ihre eingeklebten Fotos beschädigen könnten. Deshalb sollten Sie möglichst säurefreie Materialien verwenden. Scrapbooking kann auch wesentlich mehr Zeit beanspruchen als ein normales Fotobuch, das mit entsprechender Software und ein paar Klicks relativ schnell gestaltet werden kann.
Ein Vorteil von Scrapbooking dagegen ist, dass nicht nur Fotos vorkommen müssen, sondern Sie auch andere Erinnerungsstücke einbinden können. Dadurch wirkt das Scrapbook viel persönlicher als ein normales Fotobuch. Außerdem sind Sie bei der Gestaltung an keine etwaigen Beschränkungen der Software zur Fotobucherstellung gebunden.

Digi-Scrapping

Scrapbooking gibt es noch in einer weiteren Form, bei der das Scrapbook digital am Computer erstellt wird. Natürlich hat dies einige Vorteile gegenüber dem normalen „Paper-Scrapping“. Zum Beispiel können Sie im Gegensatz zum „Paper-Scrapping“ alle Elemente wiederverwenden. Außerdem können Sie mit dieser Variante auch ein Scrapbook erstellen, wenn Sie kein großes Basteltalent oder keinen Spaß am Basteln haben. Allerdings brauchen Sie natürlich eine spezielle Software, mit der sich Scrapbooks erstellen lassen.

„Crops“ und „Swaps“

Immer mehr Europäer entdecken ihren Spaß am Scrapbooking. Deshalb gibt es auch schon spezielle Kurse, in denen man neue Techniken lernen kann, jede Menge Blogs im Internet und Shops, in denen Sie alles Mögliche für das Scrapbooking kaufen können.
Treffen, bei denen Scrapbooker eigene Scrapbooks, meist zu bestimmten Themen, erstellen, heißen „Crops“. Dabei können Techniken weitergegeben und Ideen ausgetauscht werden. Ein weiterer wichtiger Begriff ist „Swap“ – damit wird ein Material-Austausch bezeichnet. Hier können einzelne Elemente getauscht werden, um Ideen für eigene Arbeiten zu bekommen. Manche Scrapbooker entwickeln sogar eigens dafür bestimmte Deko-Elemente, um sie gegen möglichst schöne Elemente von anderen eintauschen zu können.

Fazit

Scrapbooking kann ein tolles Hobby für Sie werden, wenn Sie gerne basteln, malen, schreiben und Spaß an künstlerischer Gestaltung haben. Falls dies nicht der Fall ist, sollten Sie vielleicht lieber Digi-Scrapping ausprobieren oder sich an das traditionelle Fotobuch halten, dessen Gestaltung weniger aufwändig und zeitintensiv ist.

Beitragsbild: © Sicha Pongjivanich / freedigitalphotos.net


1 Kommentar zu “Der neue Trend „Scrapbooking“”

  1. Sonja

    Ich kann ihren Ausführungen nur beipflichten. Scapbooking ist ein wirklich tolles Hobby, um Fotoalben, Karten, Böxli etc. zu verschönern und einen persönlichen Touch zu verleihen.

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