Automatische Bildoptimierung verständlich erklärt

23. Dezember 2013 von Steffi // Kommentar schreiben



Zunächst sollte ein Blick auf die beiden Begrifflichkeiten automatisch und Bildoptimierung geworfen werden.
Unter Bildoptimierung versteht man die Korrektur von Mängeln in einem Bild. Hierzu zählt unter anderem die Entfernung von roten Augen, die Erhöhung des Kontrastes sowie die Kanten- und Konturenbetonung bzw. Glättung. Mithilfe dieser Optimierungsoperatoren können Sie

  • künstlerische Effekte erzeugen
  • Filter setzen, die die Bilder stilisieren bzw. verzerren
  • geometrische Transformationen durchführen
  • Skalierungen ( Veränderung der Auflösung des Bildes ) vornehmen

Manuelle Bildoptimierung

Die damalige Bildoptimierung wurde manuell mit Hilfe folgender Methoden durchgeführt (einige Beispiele):

  • spezielle Fotopapiere
  • Nachbelichtungen
  • Bildrahmen einfügen
  • Hintergrund eines Bildes ändern

Da diese manuelle Bildoptimierung mittels direkten Einstellungen an dem Bildaufnahmegerät (Kamera/Camcorder o.Ä.) oder im Nachgang mit einem Bildbearbeitungsprogramm, nur mit speziellen Kenntnissen durchgeführt werden kann, wurde im Laufe der Jahre eine automatisierte Bildoptimierung entwickelt.
Der Automatismus dieser Korrekturen wurde mit dem Beginn der 1990er Jahre in Großlaboren eingeführt. Mit dieser Technik konnten damals schon Fotos verändert bzw. manipuliert und analysiert werden. Die Einführung der automatischen Bildoptimierung kann man sehr gut durch einen Vergleich von Fotos der Großeltern mit aktuellen Fotos erkennen.

Bildoptimierung heute

In der heutigen Zeit ist die Bildoptimierung bei den meisten Onlineanbietern vorhanden. Ihre komplexen Programme wurden mit der Zeit weiterentwickelt sowie Funktionen hinzugefügt. Beispiele hierzu sind das automatische Erkennen und Wegretuschieren von roten Augen oder die automatische Kantenschärfung in Bildbearbeitungsprogrammen. Hierbei kommt es zu einer Veränderung der drei Komponenten:

  • Farbe: Luminanz (Helligkeitswert) und Chrominanzwerte (Farbwert) wird verändert
  • Kontrast: kontrastreiche Fotos, ermittelt einen Schärfeeindruck
  • Schärfe: Anpassung von Helligkeit, Farbton und Sättigung (siehe Kontrast)

Bildoptimierung bei Online Fotosoftware

Die Optimierungssoftware von Fotostudios bzw. Online-Fotodienstleistern benutzt diese Komponenten als Hilfe, um ein möglichst tolles Foto auf das Papier zu drucken. Die Sättigung der Farbbereiche und das Anheben des Kontrastes bewirken zum Beispiel, dass eine Wiese viel grüner wirkt als im Original. Hier muss genau der Mittelweg gefunden werden, damit ein Bild noch echt wirkt.

Diese Frage steht im Mittelpunkt: Sollte ein Bild nun optimiert bzw. manipuliert dargestellt werden oder nicht?
Bei den meisten Anbietern von Fotoservices ist die Bildoptimierung standardmäßig aktiviert. Nun sollten Sie sich die Frage stellen, inwiefern Sie diese Funktion aktivieren bzw. deaktivieren. Der Grundsatz von professionellen Fotografen ist, dass das Gesehene aufgenommen werden soll. Hier müssen keine Veränderungen im Nachgang vorgenommen werden. Personen, die sich mit der Fotografie auseinandersetzen möchten die Bilder kontrollieren und schon beim Fotografieren, die Aufnahme gestalten und die Einstellungen schon vorher treffen (Belichtung etc.). Die Bilder sollen somit nicht manipuliert werden.

Der Laie ist sehr oft mit übermäßig vielen Einstellmöglichkeiten einer guten Digitalkamera überfordert, sodass eine Optimierung mittels Programm sicherlich sinnvoll ist. Weitere Gründe sind, dass eine Kamera von mittelmäßiger Aufnahmequalität eingesetzt wurde, oder ein Schnappschuss nicht so geworden ist, wie Sie ihn gerne haben möchten. Hier lohnt die automatische Bildoptimierung. Weiterhin ist zu unterscheiden, inwiefern ein Bild schon vorher bearbeitet wurde.
Wenn ein Foto mittels Bildbearbeitungssoftware beispielsweise unter folgenden Gesichtspunkten verändert wurde

  • Filter / Effekte
  • manuelle Mängelkorrektur
  • Hervorheben einzelner Punkte
  • gewollte Kontrastanpassungen
  • Interpolation,

sollten Sie die automatische Bildoptimierung deaktivieren.
Es ist somit eine Grundsatzentscheidung, die Sie treffen müssen, inwiefern eine automatische Bildkorrektur in Programmen aktiviert wird oder nicht.

Mein Fazit

Die automatische Bildbearbeitungsoptimierung sollte aktiviert werden von Laien mit wenig Fotoaffinität und bei Schnappschüssen, die Schärfer wirken sollen. Die Deaktivierung empfiehlt sich für individuell nachbearbeitete Fotos und im Allgemeinen für professionelle Fotografen.

Beitragsbild: © stockimages / freedigitalphotos.net


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